Die Stimmen der Kulturszene – Künstler, Projekte und Einblicke aus Fulda und darüber hinaus.
00:00:01:
00:00:08: Hello und herzlich willkommen, das ist Fulda Kultur der Podcast.
00:00:10: Mein Name ist Schelgi Schwarz, dieser Podcast wird präsentiert vom Kulturzentrum Kreuz
00:00:13: e.V.,
00:00:14: mit freundlicher Unterstützung der Stadt Fuldaa.
00:00:17: Vor einigen Monaten durfte ich eine ganz tolle Frau kennenlernen hier in Fuldaaa, die hat ne Veranstaltung bei mir auch in meinen Räumlichkeiten gehabt.
00:00:23: Und ich fand sie von Anfang an superinteressant.
00:00:25: sehr viele Dinge, die sie zu erzählen hat.
00:00:27: Ganz spannender Gast!
00:00:28: Ich freue mich sehr dass ihr heute da als Doktor hatte wie Mama Jan.
00:00:31: So spricht man es aus, gell?
00:00:33: Ganz genau.
00:00:34: Ich sag Tartev zu dir, so sagen auch deine Freunde Sanktatev auch zu dir.
00:00:37: das ist die Kurzform dann auch sehr schön.
00:00:41: Ich habe gerade gesagt wir haben uns von ein paar Monaten kennengelernt.
00:00:43: was machst du denn?
00:00:43: alles mal kurz zusammengefasst?
00:00:45: Wir gehen gleich nochmal ins Detail.
00:00:48: Ja also ich lebe in Fulda.
00:00:50: Das ist das wichtigste was ich jetzt erstmal mache sozusagen und ich bin Kultur- und Sozialwissenschaftlerin Sozialpädagogin Und arbeite an der Universität in Kassel.
00:01:01: In Lehre und Forschung betreue ich mehr als fünfhundert Studierende in meinen Seminaren.
00:01:09: Ja, das ist so die Hauptbeschäftigung.
00:01:12: Nebenbei bin ich auch in dem Bundesprogramm Demokratieleben mit eingebunden indem ich Förderprojekte konkret im Raum Wunder anbiete und also das war ja auch der Punkt an den wir uns kennengelernt haben im Rahmen einer Veranstaltung des Demokratie-Lebenprogramms sozusagen.
00:01:35: Nebenbei arbeite ich auch als Trainerin für interkulturelle Kompetenzen, Diversity und Antidiskriminierungscoaching sozusagen.
00:01:49: Fort der Uni Kassel habe ich aber auch an der Hochschule Fulda acht Jahre gearbeitet.
00:01:54: An der Ernst-Abe-Hochschule in Jena und den Wiesbaden.
00:01:57: von daher bringe ich ganz viel Erfahrung aus dem Hochschulkontext.
00:02:03: Du hast ja auch vom Landkreis gearbeitet, oder?
00:02:05: Ja!
00:02:06: Kommt gleich noch mal drauf zu sprechen.
00:02:08: Sehr, sehr viel spannende Themen die wir ansprechen können in der kurzen Zeit mal schauen.
00:02:12: und die Veranstaltung, die du schon auch getan hast und geplant hast und durchgeführt und die noch kommen werden.
00:02:16: Da kann man auch nochmal drüber sprechen was du für Ideen am Kopf hast.
00:02:19: aber fangen wir bei dir ganz vorne an.
00:02:20: Du bist nicht in Fulda geboren.
00:02:21: Du bist irgendwann nach Fuldaa gekommen.
00:02:23: Wie lange ist es her?
00:02:26: Ich bin nach Fulda gekommen, wegen dem Studium.
00:02:31: Ich bin Geburtin der Armenierinnen und Nachdeutschland.
00:02:34: generell bin ich hier als DAA-Dispendiatin.
00:02:39: Und damals zu den Zeiten war es sehr, sehr schwer und herausfordernd so ein Stipendium für das Ausland zu bekommen.
00:02:46: Die Konkurrenz war zu groß und die Fördermöglichkeiten eher weniger im Vergleich zu der heutigen Zeit.
00:02:53: aber ja ich war einer der glücklichsten Studierenden sozusagen, die das geschafft hat sozusagen einen Stipedium zu bekommen.
00:03:05: eingeladen wurde ich von der deutschen Botschaft Erivan aus Armenien und bin dann nach Kassel gelandet, an der Uni Kasseln sechs Monate als DAS-Dependiatin studiert.
00:03:20: Das war mein erstes Bachelorstudium, Germanistik und Anglistik.
00:03:25: Konntest du da schon Deutsch sprechen?
00:03:28: Ja ja, also Deutsch habe ich schon in Armenien studiert.
00:03:31: Ich hab Pädagogik in deutscher Sprache studiert und deswegen konnte ich auch sozusagen mich für das Stipendium bewerben.
00:03:43: Nachdem ich in Deutschland ankam, habe ich gemerkt Mensch, Deutsch zu... Wissen Deutsch zu können ist wenig.
00:03:51: Das ist nur ein Mittel, Sprache ist ein Mittel für mich gewesen.
00:03:55: ich wollte das nicht mehr als Hauptberuf ausüben etwa wie Dolmetscherin Übersetzerin oder Lehrerin für deutsche Sprache.
00:04:04: Von daher habe ich mich entschieden einen anderen Beruf zu erlernen und deswegen bin ich auch nach Fulda gelandet, weil die Hochschule Fuldaa eben einen Masterstudiengang angeboten hat.
00:04:16: Nämlich Ikeaus Intercultural Communication and European Studies in dem man zwei Fachrichtungen kombinieren konnte einerseits Sozialwissenschaften, Kulturwissenschafte aber auch andererseits Politik-Wissenschaften.
00:04:30: das war so ein Mix Und das hat mich sehr angesprochen.
00:04:33: Das war auch der Grund, warum ich dann vom Kassel nach Fulda umgezogen bin und so mich irgendwie eingenästet hier.
00:04:43: Seitdem lebst du denn?
00:04:45: Wie
00:04:45: war es vorher in Armenien?
00:04:48: Wolltest du gerne weg aus dem Land?
00:04:51: War da schon klar, als du zum Studium nach Deutschland gehst, dass du in Deutschland erst mal bleiben willst?
00:04:56: Ehrlich gesagt, das stand nicht in meinem Plan für immer aus dem Land auszuwandern.
00:05:02: Also Auswanderung war nicht das Thema.
00:05:05: Das Thema war eben neue Erfahrungen zu sammeln und dann wieder zurück in die Uni, meine Heimatuni zu kommen und dort zu lehren.
00:05:15: Ja, es hat sich so entwickelt dass ich dann direkt während des Studiums eine Anstellung beim Landkreis Fulda bekommen habe und deswegen habe ich mich doch für einen längeren Zeitraum für Fuldaa entschieden.
00:05:31: Nichtdestotrotz war Arminian nie aus meinem Plan oder aus meinen Gedanken raus.
00:05:42: Also es ist immer noch eine Bindung da und ich habe auch die Studienzeiten in Armenien sehr genossen, das waren die aktivsten Jahre meines Lebens mit viel Studienreisen durch die Türkei, durch Frankreich, durch Belgien und dann anschließend Deutschland wo ich dann auch irgendwie geblieben bin
00:06:04: Wie ... weil kannst du dich noch an deinen ersten Moment in Fulda erinnern, als du Fuldas so das kennengelernt hast.
00:06:09: Was hattest du für ein Gefühl zu der Stadt?
00:06:13: Weil es ist
00:06:13: eine schöne Stadt, gell?
00:06:16: Optisch, dass ist wirklich ne schöne Stadt aber natürlich... Ist es nicht keine Großstadt oder zumindest noch nicht!
00:06:22: Ähm ja Das erste Gefühl ähm Zu der Stadt Fuldaa.
00:06:28: Also ich kann mich da zurückerinnern dass die ersten Eindrücke und Gefühle durchaus positiv waren, eben deswegen weil es eine Kleinstadt war.
00:06:38: Und da ich immer in Großstädten gelebt hatte davor durch mein Studium, war das schon eine andere Erfahrung alles direkt um die Nähe zu haben, auch Menschen schnell kennenzulernen und auch in der Stadt bekannte Gesichter zu treffen.
00:06:56: Das war schon ein anderes Gefühl.
00:06:58: also man hat nicht mehr dieses anonyme Leben gehabt wie in den Großstädten da war sondern eben mehr ich will das nicht sagen soziale Kontrolle aber schon soziale Bekanntschaften sozusagen dass man eben weiß Es kann sein, dass ich viele bekannte Menschen treffe.
00:07:19: Und das war für mich angenehm dieses Gefühl und nicht eben dieses fremde anonyme Leben zu haben – da kenne ich eh niemand!
00:07:29: Ich muss sagen die ersten Eindrücke waren durchaus positiv deswegen.
00:07:36: Auch deine Stelle dann beim Landkreis?
00:07:38: Aber du hast auch irgendwann herzlich doch beruflich zumindest wieder zurück nach Kassel verschlagen.
00:07:42: War das direkt von Landkreist nach Kasse?
00:07:46: Nein, beim Landkreisten war ich als Sachbearbeiterin angestellt und dann als Integrationsbeauftragter sozusagen im Integrationsbüro des Landkreises Fulda.
00:07:57: Anschließend daran habe ich an der Hochschule Fuldaa promoviert, gearbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiterin dann zwei weitere Förder- und Forschungsprojekte begleitet koordiniert mitgestaltet.
00:08:13: aber Irgendwie habe ich mich mehr in der Lehre und Forschung gesehen, als an Koordinierungsstellen.
00:08:22: Deswegen habe ich für die Tätigkeit an der Uni Kassel entschieden.
00:08:28: Und das war auch der Wechsel sehr spontan gewesen nach der Hochschule zur Uni zu wechseln.
00:08:35: also es war schon auch sehr herausfordernd aber das hat mir sehr viel Freude gegeben muss ich sagen
00:08:41: Du verbietest ja auch deine Arbeit, Wissenschaft und Praxis sozusagen.
00:08:45: Gerade durch Forschung, durch all das was du möglich hast.
00:08:48: Was ist genau dein Gebiet dort in Kassel?
00:08:50: Was genau machst du da?
00:08:53: Ich habe das Fachgebiet Soziale Arbeit, sozialpädagogik bzw Theorien- und Methoden der sozialen Arbeit und sozialpädagogik.
00:09:01: Das bedeutet... Wie du auch sagst, es ist Theorie und Praxisbezug zueinander sehr stark.
00:09:10: Ich entwickle zusammen mit meinen Studierenden neue Konzepte, neue Methoden, Handlungsmethoden der soziale Arbeit und versuche die aus der theoretischen Perspektive kritisch zu hinterfragen weiterzuentwickeln, zu verbessern.
00:09:27: Mir geht es eben darum... wenn ich das zusammenfassen kann.
00:09:33: Also mir geht es darum, die soziale Wirklichkeit, die es gibt nicht nur zu verstehen sondern auch zu verbessern und im besten Fall positiv zu verändern.
00:09:44: Das ist so der Ansatz meiner Forschung.
00:09:47: Deswegen würde ich meine Forschung als Handlungsforschung bezeichnen und nicht rein als eine Forschung die eben da ist um Erkenntnisse zu gewinnen, sondern eben handelnd Praxis verändern und verbessern forschen.
00:10:06: Ein gutes Beispiel dafür ist mein Handlungsworschungsprojekt Ungerecht was ich in Griechenland auf der Insel Lesbos durchgeführt hatte.
00:10:16: Und das Projekt zeigt auch dass eben genau Ganz konkret in der sozialen Arbeit sollte es vielleicht, nicht vielleicht sicherlich darum gehen eben auch nicht nur Erkenntnisse zu gewinnen sondern sich dafür einzusetzen dass auch diese Erkenntnisse Realität werden indem man eben versucht mit Menschen in Dialog zu gehen das Zusammenleben zu fördern und zu verbessern.
00:10:48: in ein friedlicheres Zusammenleben zu kommen sozusagen.
00:10:52: Nimm deine Arbeit an der Uni, gibst du auch Trainingsworkshops?
00:10:56: Zu welchen Themen und wie kam es dazu?
00:11:01: Tatsächlich hat sich das so alleine entwickelt denn irgendwann habe ich gemerkt... Ich bekomme sehr viele Anfragen aus unterschiedlichen Städten ist besonders aus Wiesbaden und Münster.
00:11:14: Aus diesen zwei Städten gibt es immer feste Anfragen für die Mitarbeiterinnen, bestimmter Behörden oder Organisationen interkulturelle Trainings anzubieten.
00:11:29: Dadurch habe ich das auch professionellisiert als festes Angebot in meinem Profil gesetzt und so hat sich das entwickelt.
00:11:42: Das letzte Training war beispielsweise letztes Jahr in Wiesbaden, in der Inkooperation mit der Stadt Wiesbaden.
00:11:55: Mit dem Dezernat Integration und wobei... Ich muss mich da nochmal gut erinnern.
00:12:03: Also das war nicht direkt die Stadt selbst, sondern von der statt gefördertes Projekt in dem es darum ging auch Migrantinnen und Selbstorganisationen zu stärken.
00:12:14: Und da hat das eben dieses Trainings stattgefunden für die MSOs also sozusagen Migrantin und Selbst-Organisationen.
00:12:24: Noch zusätzlich, ich hab's ja eingangs auch schon gesagt die Veranstaltung, die doch durchführt ist.
00:12:28: Da geht es dir auch darum Menschen zusammenzubringen Netzwerke zu schaffen Dialoge zu fördern.
00:12:34: Wie kamst du auf diese Veranstaltungen?
00:12:35: Was für Veranstallung gab's denn auch schon und was is in Planung?
00:12:41: Ja also das bezieht sich wiederum auf diesen Ansatz handlungsforschend unterwegs zu sein.
00:12:50: Deswegen hat mich auch das Bundesprogramm Demokratieleben sehr angesprochen.
00:12:55: Letztes Jahr habe ich mich im Verein Alevitischer Kulturverein Fulda als Mitglied Projekte erworben, Fördermittel dafür bekommen.
00:13:10: Unter anderem war das Projekt Demokratiesalon Fulde umgesetzt.
00:13:17: In diesem Projekt ging es darum, neue Räume für der Soziale miteinander zu schaffen.
00:13:22: Unterschiedliche Menschengruppen anzusprechen die auch durchaus vielleicht unterschiedlicher Interessen, Erwartungen Wünsche für ein Zusammenleben haben können.
00:13:33: und genau da finde ich das interessanteste eben solche Menschengruppe die auch unterschiedlich Ticken unterschiedliche Vorstellungen haben miteinander sprechen zu bringen.
00:13:44: und um eben dieses übereinander sprechen zu vermeiden.
00:13:50: Ähnlicher Vorgehensweise plane ich auch in diesem Jahr anzubieten, ein ähnlicher Format.
00:13:56: unter anderem habe ich drei Projekte geplant.
00:14:03: das eine Projekt heißt Menschenbibliothek.
00:14:07: es ist eine sehr innovative Methode aus Dänemark dass würde ich gerne infoldern Erproben.
00:14:13: Es geht darum, Menschen wie Bücher auszuleihen zu lesen und zu verstehen.
00:14:18: Und das soll auch als starkes Dialogformat verstanden werden.
00:14:23: Ein zweites Projekt ist simulierte Kommunalpolitik mit Jugendlichen.
00:14:31: So was wird in Fulda für Kinder und für Jugendliche nicht angeboten, dass die Kinder auch mal die Möglichkeit bekommen selbst hautnah eine Politik zu erleben, zu verstehen.
00:14:44: Wie werden Entscheidungen getroffen?
00:14:46: Wer hat das Sagen?
00:14:48: und so
00:14:48: weiter?".
00:14:49: Und da hoffe ich dass sich auch mit Improtheater eine Kooperation Zusammenarbeit aufbauen kann in diesem Themenbereich.
00:14:59: Drittes Projekt, was ich gestern eingereicht habe heißt Women's Club Fulda.
00:15:04: Da geht es um Empowermentsansatz für Frauen die sich selbstständig machen wollen.
00:15:10: also es gibt mir auch um die Vernetzung und Integration in den Arbeitsmarkt als selbständige.
00:15:17: Ja Vernetzung Dialog fördern nicht Übereinander miteinander reden, das sind ja alles so.
00:15:22: die Grundprinzipien, die sich da auch durch all deine Projekte, dann eine ganze Arbeit irgendwie ziehen ist total toll.
00:15:27: Wenn das nicht schon genug wäre hast du dich vor einigen Monaten entschieden kommunalpolitischer auch aktiv zu sein?
00:15:32: Wir hatten ja vor wenigen Wochen die Kommunalwahlen und ihr habt ne Partei gegründet Und war sogar gleich relativ erfolgreich.
00:15:42: Du hast einen Platz, er gattet bei den Kommunalwahlen!
00:15:43: Ich muss dazu sagen wir nehmen diesen Podcast Anfang April auf.
00:15:46: der wird wahrscheinlich im Mai irgendwann ausgestrahlt.
00:15:48: da ist ja sicherlich nur einiges basiert aber erst mal Glückwunsch
00:15:51: Danke schön.
00:15:53: Wie kam das dazu noch kommunaltpolitisch aktiv zu werden?
00:15:57: Die Idee kamen in den Jahren von einem guten Freund haben wir es zusammengesetzt und die Beobachtung gehabt hat, dass es in Deutschland im Moment die Gesellschaft sehr gespaltet ist.
00:16:15: Menschen können nicht mehr miteinander auch sprechen.
00:16:19: also das kommt auch oft zu Explosionen.
00:16:23: ja also manchmal muss man auch schon sehr stark intervenieren um Eskalationen zu vermeiden und das war der Haupthintergrund.
00:16:33: zu sagen uns allen verbindet eigentlich eine sehr banale Eigenschaft.
00:16:39: Wir alle sind Menschen, wir haben Blut in unseren Ardern und diese banale Eigenschaft sollte eben Grundprinzip sein um zusammenleben zu können.
00:16:54: Das war so der hint meiner Idee eben Menschen aus mit unterschiedlichen Vorstellungen zusammenzubringen.
00:17:04: Das heißt, unser Ansatz lag daran zu sagen wir wollen ein großes Netzwerk aufbauen und dieses Netzwerk soll nicht nur eine Zielgruppe ansprechen.
00:17:19: Bei uns sind Menschen aktiv die früher bei unterschiedlichen Parteien aktiv waren Und das merkt man auch in Gesprächsdiskussionen, dass auch unterschiedliche Meinungen durchaus da sind und es auch sehr konflikthaft sein kann.
00:17:36: Aber eben darf ich am interessantesten Dinge so lange zu diskutieren bis man auf Konsens kommt.
00:17:44: Der Ansatz ist zu sagen wir wollen keine Mehrheitsentscheidung treffen und sagen die Mehrheit will so.
00:17:49: deswegen wird auch die Entscheidung getroffen.
00:17:54: Die Geschichte, die Weltgeschichte, ich will jetzt nicht nur auf Deutschland beziehen.
00:17:57: Die Weltgeschicht zeigt das auch die Mehrheitsgesellschaften mehr als Diktaturen sein können und deswegen steht der Ansatz Konsens im Mittelpunkt.
00:18:09: Wir sind keine Partei Das ist eine freie parteiloser Wählergemeinschaft, die sich für das Gemeisame einsetzt zu versuchen, auch wenn es sehr anstrengend sein kann die Frage zu stellen wie viel Differenz?
00:18:27: Wie viele Unterschiedlichkeiten können wir ertragen als Gesellschaft.
00:18:30: Auch selbst die Frage kann sehr schwer sein für die Beteiligten aber eben sehr diskursorientiert dialogförmig.
00:18:39: streben wir uns danach das gemeinsame zugestalten um zum Frieden und zur Versöhnung zu kommen.
00:18:46: sozusagen Ja, und im Jahr.
00:18:53: auch in dem Jahr ist es schon erfolgreich gewesen, dass wir Platz sowohl bei der Stadtverordnetenversammlung als auch beim Kreistagfulder erhalten haben.
00:19:08: Und somit können wir die Themen, die eben bei den Beteiligten entstehen, in die Kommunalpolitik transportieren und dafür einsetzen, dass das eben trotz unterschiedlichen Meinungen auch im städtischen Parlament vielleicht was Gemeinsames entstehen kann.
00:19:26: Ja sehr schön!
00:19:27: Das freut mich.
00:19:28: erstmal nochmal, wie gesagt, eben Glückwunsch dafür... Es ist ja auch so ein großes Thema dieses, was du gerade auch angesprochen hast, miteinander reden.
00:19:35: Die Menschen haben auch verlernt die Redekultur, Streitkultur gibt es gar nicht mehr.
00:19:39: sowie Früher war heute, ich kenne das ja von mir selber.
00:19:43: Ich hatte eine Zeit auch gehabt der wilde AfD.
00:19:45: mit dem möchte ich nicht zu tun haben und den möchte ich nie darüber reden.
00:19:47: aber gerade dann muss man doch auch miteinander geben den Diskurs fördern und auch zu lernen auch unterschiedliche Meinungen zu akzeptieren.
00:19:55: richtig die Demokratie lebt auch davon also unterschiedliche meinungen auszuhalten können zu diskutieren.
00:20:04: Die demokratik kann nur eben dann gefährdet werden wenn diese konflikte auch bluthartig werden sozusagen.
00:20:11: Also das steht ja auch in dem wissenschaftlichen Diskurs, sobald die Konflikte ohne Blut verlaufen sind sie demokratiefähig sozusagen und das fehlt eben sehr stark in vielen europäischen Stadtgesellschaften nicht nur hier bei uns lokal.
00:20:31: eben diesen Aspekt, das Gemeinsame zu bearbeiten und einander zuzuhören sozusagen.
00:20:38: Und nicht direkt vorurteilmäßig die Menschen zu verurteilen.
00:20:44: Unsere Wählergemeinschaft heißt auch deshalb fuller gemeinsam gestalten.
00:20:52: Ja, wir sind eine sehr, sehr gemischte Gruppe aus alt und jung, aus migrantisch und nicht-migrantisch, aus religiös und nichtreligiös.
00:21:06: Also es sind ganz unterschiedliche bunte Vorstellungen.
00:21:11: dazu sehen und man sieht auch – auch wenn das manchmal sehr herausfordernd ist auf Konsens zu kommen!
00:21:18: Dank diskussionsrunden und dank moderierten, begleiteten Diskussionsrunden geht das doch zum... also kommen wir schon zum Konsens.
00:21:27: Ich habe die Erfahrung gemacht, die Gespräche sollten auch moderiert und begleitet werden sonst halten sie nicht mehr nachhaltig.
00:21:35: Ich durfte ja schon zwei solcher Veranstaltungen auch begleiten.
00:21:37: Fuller spricht damals was ich auch selber dann moderiert habe Und auch diese Veranstaltung vom hessischen Rundfunk, die ja vor kurzem in meinen Räumlichkeiten stattgefunden hat.
00:21:44: Solche Formate sind total wichtig weil der glaub ich auch noch mal dann die Öffentlichkeit merkt okay man kann ja doch miteinander reden.
00:21:51: Auf jeden Fall.
00:21:52: und eben solche Formate die das hessische Rundfon hier auch in diesem Haus angeboten hatte fand ich auch sehr interessant weil es auch sehr stark moderiert war und dass also solche Projekte zeigen Auch wieso beispielsweise Rundetische oder irgendwelche Mütter treffs, Fettertreffs was auch immer es alles gibt nicht mehr halten.
00:22:19: Oder zurückbilden sie sich zurück bilden und das zeigt auch ganz genau der Grund dahinter weil eben keine Begleitung auch durch professionelle durch die soziale Arbeit vielleicht durch politisch gewollte Akteurinnen da ist.
00:22:39: Das finde ich, das wäre sozusagen ein neuer Ansatz in der sozialen Arbeit eben die Gemeinwesenarbeit in dieser Richtung zu fördern.
00:22:50: Sich politisch zu engagieren – meine Erfahrungen aus Griechenland und Frankreich-Projekten zeigen eben dass die soziale Arbeit dort durchaus mehr politischer ist als wir hier in Deutschland.
00:23:01: Und das wäre mein Wunsch dass eben die soziale Arbeit auch in dieser Richtung stark gefördert wird.
00:23:10: Auch politisch gewünscht ist, damit solche Orte, die es gibt, die sich nicht zurückbilden sondern umgekehrt weiterentwickeln können durch die professionelle Begleitung der Fachkräfte.
00:23:23: Wie schaffst du all das?
00:23:24: Diese ganze wichtige Arbeit?
00:23:25: erst mal danke dafür!
00:23:26: Das ist toll, dass es Menschen wie dich gibt.
00:23:28: Wie schaffen sie so alles und noch Familie unter einen Hut zu
00:23:31: kriegen?!
00:23:32: Das ist bei mir schon schwer, ich mache ja auch super viel.
00:23:35: Wie schaffst du das?
00:23:37: Ich habe zwei Kinder und bin alleinerziehende Mutter und pendel nach Kasse.
00:23:44: Irgendwie ist es wie ein Rhythmus für mich geworden aber ich glaube es klappt immer wenn man ganz konkret Prioritäten im Leben setzt und ganz konkrete Vorstellungen hat.
00:23:56: was will ich?
00:24:00: Was will ich auch für diese Stadt?
00:24:01: Die Stadt, wo ich lebe ist mir nicht egal.
00:24:04: Es ist auch unabhängig davon, ob diese Stadt in Armenien oder Deutschland in meinem jetzigen Wohnort ist.
00:24:12: Das ist völlig unabhängig von der Stadt, bei der ich leber bin.
00:24:18: Meine physische und aktuelle Heimat.
00:24:22: meinen Beitrag haben, dass diese Heimat auch lebendiger ist.
00:24:27: Wertvoller ist und es sich gelohnt hat dort zu leben wo man
00:24:32: lebt.".
00:24:33: Ja toll gesagt vielen Dank dafür!
00:24:35: Vielen dank das du die Zeit genommen hast für diesen Podcast.
00:24:36: Wir sind schon am Ende angekommen.
00:24:39: Jeder Gast bei Fuller Kultur dem Podcast darf sie ein Song aussuchen von unserer Playliste bei Spotify.
00:24:43: Welchen Song hast du dir ausgesucht?
00:24:45: Es gibt viele schöne Lieder aber ich würde an der Stelle das Song von Cranberries Out to my family empfehlen für die Playliste oder auswählen.
00:24:56: Toller Song, kommt auf die Playliste.
00:24:58: vielen Dank!
00:24:58: Vielen Dank dafür.
00:24:59: ich habe mich sehr gefreut dich hier zu Gast haben zu dürfen.
00:25:02: Ich danke dir für die Einladung mit einer spannenden Gespräch und fürs Interesse natürlich.
00:25:06: Wir werden auf jeden Fall weiter auch gemeinsam vielleicht noch Veranstaltungen haben.
00:25:09: da freue ich mich auch schon drauf.
00:25:11: der Podcast ist am Ende.
00:25:12: ich bin rausgeheutet.
00:25:13: Die Abschlussquote gehören dir.
00:25:14: du darfst sich bei den Hörerinnen und Hörern verabschieden.
00:25:17: Ja ich bedanke mich die Zeit, die man investiert fürs hören neue Ideen entwickeln und ich wünsche an Zuhörerinnen und Zuhören viel Geduld, viel Kraft und Frieden in dieser heutigen Zeit.