Die Stimmen der Kulturszene – Künstler, Projekte und Einblicke aus Fulda und darüber hinaus.
00:00:01:
00:00:08: Hallo und herzlich willkommen, das ist Fulda Kultur der Podcast.
00:00:11: Mein Name ist Shaggy Schwarzen.
00:00:12: Dieser Podcast wird präsentiert von Kulturzentrum KOLTV mit freundlicher Unterstützung der Stadt Fuldaa.
00:00:17: Heute ist ein Mann bei mir den ich auch schon viele Jahre kenne.
00:00:19: also wir kennen uns beruflich muss man sagen aber sind immer wieder mal über den Weg gelaufen.
00:00:25: Aber heute reden wir über ein ganz ganz tolles wichtiges Thema.
00:00:28: toll weil ich es offen toll finde wie er sich heute öffnen wird.
00:00:31: heute bei mir.
00:00:31: Bertram Lenzbe
00:00:33: Ich grüße dich.
00:00:34: Woher kennen wir uns eigentlich?
00:00:35: Weißt du das noch?
00:00:36: Wir haben uns oft begegnet, aber woher?
00:00:38: Ich kröbel
00:00:39: in meinem Kopf Es dürften irgendwelche beruflichen Termine gewesen sein Vielleicht irgendwelchen Konzerte kreuzmäßig und so.
00:00:47: Du warst als Journalist unter mich.
00:00:48: Ja
00:00:48: ja ich war Und bin immer noch... Ich habe vor ewigen Zeiten hier bei der Fulda-Zeitung angefangen Am ersten Oktober oneundachtzig Also vorm halben Leben.
00:00:58: Genau Bin immer noch beruflich tätig Und es macht mir immer noch sehr viel Spaß.
00:01:03: Du warst aber auch an verschiedenen Stationen berufen?
00:01:06: Ja,
00:01:06: ich habe lange bei der Fulda Zeitung gearbeitet.
00:01:09: Dann war ich beim Lauterbacher Anzeiger, dann war ich Redaktionsleiter bei Fuldaa aktuell, stellvertretender Redaktionleiter aus Thessen News und seit etwas über zwei Jahren bin ich in der Kommunikationsabteilung des Bistums Fuldaaa.
00:01:23: Du hast mir vor ein paar Wochen eine Geschichte geschickt.
00:01:26: Das ist quasi eine Lebensgeschichte, kann man das so sagen?
00:01:30: Es ist meine Lebensgeschichten die mich über einen langen Zeitraum geprägt hat und eigentlich immer noch prägt.
00:01:38: Absolut inspirierend!
00:01:39: Ich sage mal wie die Geschichte heißt.
00:01:41: sie nennt sich Biografie eines Trinkers mein Lebensweg hin zum Alkohol und zurück.
00:01:45: wieso hast du das aufgeschrieben?
00:01:47: ich war krank geschrieben wegen einer Magenverstimmung.
00:01:54: Ich konnte mit mir zu Hause nichts anfangen und ich habe gemerkt, dieses Thema brodelt irgendwie in mir und muss raus.
00:02:04: Und ich habe mir gedacht, ich mache das was ich meiner Meinung nach am besten kann.
00:02:09: Ich setze mich an PC und fang an zu schreiben und ich hab angefangen zu schreiben und die Worte sind nur so aus mir
00:02:15: rausgeflossen.".
00:02:16: Eine krasse Geschichte, die du hier auch aufgeschrieben hast?
00:02:21: Definitiv und ich finde es so mutig, dass du dich hier dem auch stellst.
00:02:25: Und wir reden über deine Alkoholsucht oder deine Alkolkrankheit?
00:02:28: Und ich kann dir ja mal sagen, du siehst jetzt glaube ich so gut aus wie schon lange nicht mehr wahrscheinlich!
00:02:32: Ja also wenn Du mich vor... ...fünfunddreißig Jahren gesehen hättest, Du würdest mich nicht wieder erkennen.
00:02:39: Ich war mindestens dreißig Kilo schwerer.
00:02:42: Ich hatte ein rotes aufgedunsenes Gesicht mit Einkerbungen und man sah mir den Trinke eigentlich an.
00:02:49: Wir fangen mal auch bei dir mit jungen Jahren an, denn da ging diese Geschichte los.
00:02:53: Mit sechzehn hattest du sozusagen deinen ersten richtigen Rausch?
00:02:57: Wie kam das?
00:03:00: Ich habe mir lange Zeit überlegt wie es gewesen sein könnte dass ich angefangen habe zu trinken und meine Kindheit war eigentlich nicht so von Alkohol geprägt.
00:03:11: in der Jugend gings dann langsam Los.
00:03:13: mein erster Vollzuf war großen Montag als sich in der Gaststätte von meiner Heimatstadt Und da habe ich mich richtig vollgedrönt, übertüncht von diesem Gassenhauer damals völlig losgelöst.
00:03:27: Ich war umnebelt von Weizenbier und Schnaps, hab mich nach Hause geschleppt – ja man musste gleich kotzen!
00:03:34: Und ich hätte mir eigentlich gewünscht, dich jetzt sein lassen aber... ...ich habe es nicht sein
00:03:39: lassen.".
00:03:40: Du hast auch geschrieben auf Leisensolen quasi durch die Hintertür ist der Alkohol irgendwann auch ins Leben gekommen?
00:03:46: Wie meintest du
00:03:46: das?".
00:03:48: Der Alkohol hat in meinem Elternhaus eigentlich nie eine Rolle gespielt.
00:03:52: Höchstens mal am Sonntag, mein Vater oder mein Opa beim Stammtisch auf Leisen solen.
00:03:58: ich bin durch die Hintertür mit dem ganzen Stoff vertraut gemacht worden.
00:04:05: Anfangs habe ich ihn benutzt irgendwie um Probleme wegzudrinken und dann bin ich den einfach nicht mehr los geworden.
00:04:13: Dann ist er übermächtig geworden.
00:04:15: Schreib's auch.
00:04:16: Unsicherheit.
00:04:16: und gerade das Thema Führerschein, es zieht sich so durch deine Geschichte.
00:04:19: Warum war gerade der fehlende Führerschein so ein großes Magel für dich?
00:04:23: Der Führerschall war ein Magle für mich weil ich den eigentlich beruflich gebraucht hätte.
00:04:28: Ich ist aber nicht gewagt habe zu sagen Leute, ich hab keinen Führereschein!
00:04:33: Ich hab' das jahrelang verleugnet unter der Decke gehalten Hab versucht durchzukommen Und diese Last des Verleugnens hat mich irgendwie niedergedrückt.
00:04:44: zu bewältigen, habe ich zur Flasche gegriffen.
00:04:47: Du hast ja als Journalist gearbeitet und musstest funktionieren!
00:04:51: Wie lange kann man so eine Abhängigkeit vor seinem Umfeld verbergen?
00:04:57: Ich habe funktioniert weil ich ein sogenanntes Spiegeltrinker gewesen bin.
00:05:02: Spiegeltrinker ist du brauchst deinen Pegel und dann funktionierst du.
00:05:07: wenn du dein Pegel nicht hast fängst du an zu zittern.
00:05:10: dir wird übel und das Fatale an der ganzen Geschichte isst.
00:05:14: du machst einen kleinen Schluck Und schon geht's dir besser.
00:05:18: Ich hab mal ausgerechnet, mein Spiegel war ungefähr bei zwei Prommelä.
00:05:23: Um es krass zu sagen ... Am Morgen, bevor ich angefangen habe zu arbeiten, jahrelang schon halblen Liter Schnaps in mir gehakt.
00:05:31: Also dein Tag begann mit Alkohol?
00:05:35: Mein Tag begannen jahrelang mit fünf Apfulkorn.
00:05:40: Wann hast du selbst gemerkt oder realisiert, dass ich abhängig
00:05:45: bin?
00:05:46: Eigentlich gar nicht!
00:05:47: Ich habe es für mich überhaupt nicht realisiert.
00:05:50: Ich hab dann Reaktionen aus meinem Umfeld mitbekommen, die immer längeren Krankschreibungen und realisiert, ob ich's eigentlich als ich mit meiner damaligen ersten Frau im Urlaub gewesen bin und sie erkannt hat – mit dem stimmt wirklich nichts – mich darauf angesprochen hat, sämtlichen Alkohol weggesperrt.
00:06:14: und dann hab' ich zum Rasierwasser gegriffen.
00:06:16: und hab Old Spice getrunken, dann habe ich für mich irgendwie erkannt, jetzt bist du irgendwie am Boden.
00:06:23: Gerade da mit Rasierwasser quasi seine Frucht zu bekämpfen oder zu stillen in dem Fall?
00:06:28: Ja ja
00:06:28: und das Fatale dabei auch ist... Ich bin eigentlich so nie aus der Rolle gefallen!
00:06:34: Also ich war immer gut angezogen, kam nie irgendwie abgezehrt oder abgekämpft, oder zerlumpt irgendwie um die Ecke.
00:06:43: Ich habe funktioniert eben wenn ich den Spiegel
00:06:46: hatte.".
00:06:46: Das Rasierwasser hast du gerade angesprochen?
00:06:48: Du hast versteckte Flaschen gehabt?
00:06:50: Ja!
00:06:50: Es war eine Momente wo du überlegt hast wie komme ich jetzt an Alkohol?
00:06:54: All das war der Bertram auch von damals.
00:06:58: aber wieso kann man nicht einfach aufhören?
00:07:00: Wieso gibt es nicht den Punkt wo ich sage Jetzt höre ich auf.
00:07:03: Das funktioniert nicht einfach so
00:07:06: Weil ich einfach nicht an den Punkt gekommen bin Weil es für mich normal gewesen ist und weil ich wie ich eben auch schon erwähnt hatte, der Alkohol war für mich ein Problemlöser.
00:07:20: Ich konnte mich mit Alkohl für eine gewisse Zeit aus der Gegenwart wegknipsen.
00:07:26: Wie sehr war deine Sucht auch bestimmen für das Leben deiner Mitmenschen?
00:07:32: Also für meine damalige erste Frau war es sicherlich sehr schwierig Auch wenn sie mich nie konkret so darauf angesprochen hat.
00:07:44: Meine Kollegen haben dann schon irgendwas mitbekommen, aber das Fatale und das Problem war ich habe funktioniert und Bertram da funktioniert hat und damals auch immer noch gut geschrieben hat, dann hat man das toller gehört.
00:08:02: Ja,
00:08:03: drei neunzig bist du dann aber in die Reha gegangen?
00:08:06: Wie weit ... Also wie kam dann der Entschluss jetzt doch es zu versuchen und zu sagen, ich probier's jetzt davon wirklich wegzukommen?
00:08:13: Es ging dann irgendwann gar nicht mehr.
00:08:16: Und... Ich hab mich dann ans Kreis Gesundheitsamt gewandt, hatten sehr, sehr guten Mitarbeiter dort, der relativ schnell alles geebnet hatte.
00:08:25: Ich habe dann zuerst den wievielten Entzug im Klinikum gemacht in der Psychiatrie und bin dann ...in die erste Reha!
00:08:34: In Taunos.
00:08:36: Danach gab´s auch ein paar Monate Pause An der Rückfall, was macht so ein Rückfall mit einem?
00:08:41: Die...
00:08:42: Ich hab ungezählte Rückfälle gebaut.
00:08:45: Die erste Reha hat mir gut getan aber das Problem war ich galt so als Art Überflieger.
00:08:51: Ich habe die Reha in dreieinhalb Monaten gemeistert und kam dann zurück und alles war irgendwie.
00:08:58: es lief gut.
00:08:59: Alles lief.
00:09:01: an Alkohol habe ich nicht gedacht.
00:09:02: und dann kam eine sehr schwierige berufliche Situation.
00:09:06: ich weiß gar nicht mehr, wieso alleine stemmen musste und dann war wieder das Problem da.
00:09:13: Ich packe es nicht!
00:09:14: Ich brauche ein Mittel um mich zu entspannen, um runterzukommen... ...und da war der Alkohol wieder da.
00:09:23: Zweite Reha, Wiederrückfall in deiner Geschichte schreibst du auch- Das fand ich besonders eindrücklich von der Fahrt nach Hamburg im Mai, wo du dich selber fragst, wolltest Du Dich zur Tode trinken?
00:09:35: Ja, äh..das
00:09:36: ist eine Sache die ich immer noch nicht beantworten kann für mich.
00:09:41: Es war der zweite Mai, Ninzeintfünfundneinzig.
00:09:45: Ich war wieder voll drauf und hab mir einen Zug geschnappt – IC!
00:09:53: Und bin nach Hamburg gefahren in Hamburg aus dem Bahnhof raus ein paar Meter ins Hotel Gronprins und habe nur gesoffen.
00:10:02: Nur gesoffene, nur rausgegangen um Nachschub zu holen... ...und ich weiß es nicht.
00:10:09: weshalb wollte ich Abstand oder wollte ich mich wirklich zu Tote trinken.
00:10:15: Ich weiß es nicht mehr.
00:10:16: Dein Vater und deine damalige Frau starten plötzlich vor dem Hotelzimmer?
00:10:21: Ja,
00:10:21: in irgendeinen lichten Moment habe ich einen damaligen Freund angerufen.
00:10:25: Hab gesagt, ich bin hier im Hotel Grunprinz und ... ja das war so ein Hilfeschrei.
00:10:30: Stunden später kam mein Vater und meine damaliger Frau haben mich abgeholt wieder Psychiatrie Und ich kam raus aus der Psychiatree Und als wäre ein Schalter umgelegt worden, ich hab nicht mehr getrunken.
00:10:46: Warum weiß ich nicht?
00:10:47: Zumindest einige Jahre lang.
00:10:48: Acht Jahre habe ich durchgehalten auch dank meines damaligen Chefs der mir gesagt hat wenn du noch einmal trinkst bist du draußen und Ich habe mich dran gehalten.
00:11:01: ich blieb über acht jahrelang trocken und es ist mir nicht schwer gefallen.
00:11:07: Aber was hatte ich nach diesen acht Jahren wieder zur Flasche greifen lassen?
00:11:11: Es mag die Trennung von meiner ersten Frau gewesen sein.
00:11:15: Es mag aber auch dieses tiefe Zerwürfnis in mir selber, diese Unzufriedenheit kann Führerschein, dieses Gefühl der Unzulänglichkeit, der inneren Unzufredenheit.
00:11:30: und ich habe damals eine andere Beziehung, die mich gut getan hat und ich hab wieder angefangen.
00:11:37: Und ein ganz großes Thema ist bei mir das Verleugnen was eigentlich auch Sinnbild ist für ein Alkoholiker.
00:11:47: Das Trichsen, das Täuschen, das Lügen – das habe ich dann sehr aufgebaut und ... Dann hab' ich mich so wieder verstrickt in diesem Dschungel des Lügens.
00:11:59: Da hab' kein Ausweg mehr gesehen, hab'
00:12:01: wiedergesoffen.".
00:12:02: Irgendwann kam deine heutige Frau zu dir und hat gesagt, du hörst aufzudrängen, sonst bin ich endgültig weg?
00:12:09: Hat das dann endgühltig ….
00:12:14: Ich war dann alleine.
00:12:16: Hab hier eine Wohnung in Fulda gehabt, aber war auch irgendwie so unzufrieden, so kribbelig, barbetrocken und dann habe ich einen Announce aufgegeben der Fuldazitung Partnerschaft gesucht Und hab meine jetzige Frau kennengelernt.
00:12:37: Habe anfangs auch dieses Trixen drauf gehabt.
00:12:43: Das heißt also, als ich kennengelernt habe warst du gerade trocken?
00:12:45: Ja.
00:12:47: Dann kam aber auch wieder diese Führerscheingeschichte ins Spiel.
00:12:50: Ich hab' auch da nicht mich getraut zu sagen, ich hab kein Führerschein.
00:12:55: Da ging die ganze Lawine los, fing ich an zu trinken und da kam ihr Ultimatum Wenn Du Nicht Aufförst dann bist Du Mich Los Und dann kam irgendwie von oben so Die Eingebung oder die Stimme, hör einfach auf.
00:13:15: Mach keinen Scheiß!
00:13:16: Sonst verlierst du den wichtigsten Menschen hierauf werden.
00:13:21: Das heißt... Du musstest da sagen ich... Es geht nicht mehr.
00:13:25: Das ist jetzt endgültig der Moment.
00:13:27: Seitdem bist du auch trocken?
00:13:28: Ja.
00:13:29: Hast du trotzdem immer Angst oder ist bestätige Vereines rückfalls noch immer?
00:13:33: Ich bin trocken seit fast zwanzig Jahren.
00:13:39: Ich hab' den Führerschein gemacht Mit zweiundfünfzig fahre Auto hab noch keinen Unfall gebaut und paar Schrammen, weil ich nicht ein- und ausparken kann.
00:13:53: Aber ich bin stolz auf mich.
00:13:55: Ich meister mein Berufs- und das Alltagsleben Und... ...ich gehe Alkohol aus dem Weg.
00:14:03: Du hast gerade, das können die Hörerinnen und Hörern jetzt nicht sehen als du den Führerschein angesprochen hast Als du sagtest dass du ihn dann doch gemacht hast, hast du gelächelt Denn dieser Führerschein ist ja deutlich mehr als nur der Führer-Schein.
00:14:15: Ich glaube, da steckt auch noch so viel mehr dahinter.
00:14:17: Das ist vielleicht auch dazu beigetragen?
00:14:19: Die Scham nicht den Führerschall zu
00:14:21: haben... Ja, Scham ist ein sehr gutes Wort!
00:14:23: Also mein Vater hatte auch keinen Führereschein ... ich bin eigentlich in einer führersscheinlosen Familie aufgewachsen und ich persönlich habe mir nie zugetraut, den Fführerscheinn irgendwann zu machen.
00:14:34: Und ich hab ihn und ich geb dir recht das war so'n Merkmal was es dazu beigtragend hat, täuschen Verleugnen vertuschen unter der Decke halten.
00:14:45: Mit der bestandenen Prüfung hast du vielleicht auch ein Jahrzehntelang inneren Konflikt beendet, der dich auch immer begleitet hatte?
00:14:51: Ja!
00:14:52: Als ich nach der Stunde Prüfungsfahrt mich umgeschaut habe und der Prüfer hinter mir den Führerschein ausstellt hab ich ihm gesagt darauf habe ich Jahrzehnelange erwartet.
00:15:03: Was hast Du über Dich selbst lernen müssen, um dauerhaft nüchtern leben zu können?
00:15:09: Ich habe das mal schriftlich aufgeschrieben weil das ist so'n Kernsatz für mich.
00:15:16: Ich will mit meinem Beispiel versuchen, Mahnen zu sein und darauf zu achten auf Signale die einen Aufzeigen.
00:15:24: stopp das könnte für dich gefährlich werden.
00:15:27: Da nämlich wenn aus dem Alkohol als Genussmittel schnell ein Lösungsmittel wird Und der beste Gedanke überhaupt nicht mehr trinken zu wollen ist jener Mit dem man auch in extrem fordernden Situationen bestehen kann.
00:15:42: Wenn ich jetzt trinke ist das Problem in meinem Kopf vielleicht für ein, zwei Stunden verschwunden.
00:15:48: Aber wenn ich dann wieder nüchtern bin, ist ein weiteres Problem hinzugekommen.
00:15:53: Ich habe eine vielleicht lange Zeit der Abstinenz aufs Spiel gesetzt und verloren.
00:16:01: Und ich pass auf!
00:16:02: Ich meide sämtliche Speisen oder auch Getränke wo Alkohol drin sein könnte, alkoholfreie Biere oder sowas nicht überhaupt nicht.
00:16:18: Ich gehe nicht gerne auf Volksfeste oder auf Feste, weil dort Alkohol und ich geh dem Alkohl ausm Weg.
00:16:27: Ich halte auch nichts vom kontrollierten Drinken.
00:16:30: Das ist ein tolles Weg!
00:16:32: Ja also absolut inspirierend.
00:16:33: Ich hab ja selber auch einen Thema mit Rausch, habe früher dann mal getrunken um mich mit meinen Emotionen auseinandersetzen zu müssen da auch eine Aufstellungstherapie dran gearbeitet und so weiter und habe auch gemerkt das Alkool... immer schädlich ist, auch in geringen Mengen und aber auch komplett jetzt auf Alkohol verzichtet.
00:16:49: Wenn du dein damaliges und dein heutiges Leben vergleichst was ist der größte Unterschied?
00:16:55: Ich bin ein zufriedener Mensch.
00:17:00: ich bin mit dem Zufrieden was ich habe.
00:17:03: ich bin nicht übermäßig anspruchsvoll sondern ich bin glücklich.
00:17:11: Ja
00:17:12: schreibst Du ja auch Glück und Zufredenheit.
00:17:14: Hast Du beides gefunden?
00:17:17: Ich bin glücklich und zufrieden mit den kleinen Dingen des Lebens.
00:17:21: Wenn du dem jungen Bertram von damals begegnen würdest, was würdest du ihm sagen?
00:17:27: Lass die Flasche stehen!
00:17:30: Hat aber dich zudem gemacht, der du heute bist und du hilfst sicherlich auch mit deiner Geschichte... ...mit deinen Worten jetzt auch anderen Menschen davon vielleicht auch die Finger zu lassen oder gar nicht damit erst
00:17:39: anzufangen?!
00:17:41: Also ich hoffe so nicht als Mann das Beispiel.
00:17:45: Ich will nicht den moralisch erhobenen Zeigefinger hoch halten, sondern einfach durch mich vielleicht die Möglichkeiten weg aufzuzeigen vom Altkuhl wegzukommen.
00:17:54: Weil dass ich mal fast zwanzig Jahre trocken sein würde das habe ich mir nie träumen lassen wenn ich morgens auf einer Parkbank saß und Wodka oder Apfelkorn getrunken hab und man mir gesagt hätte zwanzich sechsundzwanzig macht so ein Podcast zu fast zwantigeren Trockenheit.
00:18:12: endlich sagt null nie im Leben.
00:18:15: Du kannst wirklich, wirklich stolz auf dich sein Bertram.
00:18:17: Also absolut inspirieren!
00:18:19: Ich kann es gar nicht anders sagen... Wenn man deine Geschichte die du aufgeschrieben hast gerne lesen möchte Biograf Janis Trinkers gibt's eine Möglichkeit dass man die lesen kann?
00:18:44: Einfach an dich wenden, dann könnt ihr auch gerne hier voller Kultur schreiben.
00:18:47: Wir werden euch das auf jeden Fall zukommen lassen.
00:18:50: Vielen Dank!
00:18:51: Vielen Dank Bertram.
00:18:52: was bedeutet ein nüchternes Leben heute für Dich?
00:18:57: Zufriedenheit, Ausgeglichenheit.
00:19:00: Ich freue mich an kleinen Dingen.
00:19:02: ich bin glücklich mit meiner Frau Mit zwei Stiefdöchtern mit drei Enkeln Ja doch freu mich auf dem Urlaub.
00:19:12: Du siehst doch sehr zufrieden und glücklich aus.
00:19:14: Vielen, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast für diesen Podcast!
00:19:17: Ich danke dir das du mir die Möglichkeit gegeben hast.
00:19:19: Gerne, sehr, sehr gerne.
00:19:21: Jeder Gast bei Fuller Kultur den Podcast darf sich ein Song auszuholen von der Playliste bei Spotify.
00:19:25: Welchen Song hast du dir ausgesungen?
00:19:26: His Hand In Mine, Elvis,�nzer,Siebund,Fünfzig weil ich liebe Elvis und ich liebe Elvis Gospels.
00:19:32: Sehr gut.
00:19:33: Und auf
00:19:33: his hand in mine drückt aus.
00:19:36: irgendwo gibt es eine Verbundenheit nach oben.
00:19:38: Vielen dank Ja, ich bin am Ende dieses Podcast angekommen.
00:19:43: Ich würde dir wie jedem anderen Gast auch die Abschlusswort überlassen.
00:19:46: Vielen Dank!
00:19:46: Ich bin raus für heute.
00:19:47: Du darfst dich bei den Hörern verabschieden.
00:19:50: Liebe Hörerinnen und Hörers, ich hoffe mein Podcast langweilt sie nicht sondern gibt ihnen wenn Sie in einer Situation sind ein bisschen Mut diese Situation zu verstehen Danke.